Photovoltaik Ertrag

Die europäische Kommission stellet ein kostenloses Ertragsberechungs-Werkzeug für Photovoltaikanlagen zur Verfügung, es ist PVGIS. PVGIS steht für „Photovoltaic Geographical Information System“. Die Datenbasis dieser Photovoltaik – Ertragsberechnungsanwendung beruht auf genauen europaweiten Messungen der Sonneneinstrahlung.


Das Tool gibt es nur in englischer Sprache. Deshalb hier einige Erläuterungen.

  • PV technology (PV-Technologie)
    Auswählen um welche Solarmodule es sich handelt, kristalline (polykristalline bzw. monokristalline) Module oder Dünnschichtmodule (CIS) .
  • Installed peak PV power (Installierte PV (kWp) -Leistung)
    Hier die Leistung der geplanten Anlage eingeben.
  • Estimated system losses [0;100]  (angenommene Systemverluste)
    Berücksichtigung möglicher Systemverluste, wie z. Bsp. Kabelverluste, Verluste durch den Wechselrichter oder weitere bekannte Tatsachen der geplanten Solaranlage.
    Nehmen Sie am besten einen Wert von 10%, damit ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
  • Fixed mounting options (Montageoptionen)
    mounting position ist die Montageart der Fotovoltaikanlage:
    – free-standing bedeutet es ist eine freistehende Photovoltaikanlage
    – building integrated bedeutet die Photovoltaikanlage ist gebäudeintegriert
  • Gehen Sie davon aus, dass eine auf einem Montagegestell montierte Photovoltaikanlage auf Ihrem Hausdach als „free-standing“ anzugeben ist. Die Photovoltaikanlage ist ja dann hinterlüftet und dürfte den gleichen Ertrag bringen, wie eine aufgeständerte Photovoltaik – Freilandanlage.
  • Indachanlagen haben in der Regel eine schlechte Hinterlüftung und die Ergebnisse sollten im Mittel schlechter als die von reinen Aufdachanlagen ausfallen, hier also Gebäudeintegriert rechnen lassen.
  • Slope [0;90] (Modulneigung)
    Dachneigung des Daches, auf dem die PV-Anlage aufgebaut ist.
  • Optimize slope (Optimiere Neigungswinkel): Muss aktiviert werden, wenn die optimale Neigung für den eingegebenen Standort ermittelt werden soll.  In der Regel nur wichtig, wenn die Solarmodule aufgeständert werden. Bitte beachten aufgeständerte Photovoltaikanlagen benötigen einen Baugenehmigung.  Dieser Wert ist der optimale errechnete Mittelwert für den gesamten Jahresverlauf. Es ist klar, dass zu bestimmten Zeitpunkten im Jahr andere Neigungen  der Solarmodule auf dem Dach oder in der Freilandanlage besser sind, aber über ein gesamtes Jahr ist der so berechnete Neigungswinkel für den eingegebenen Standort der optimal. Alternativ können Sie ein Solar Tracking System eine Sonnennachführung einsetzen, was sich aber bei den derzeitigen Solarmodulpreisen nicht mehr rechnet. Solarberechnung
  • Azimuth [-180;180] (Azimuth, Solarmodulausrichtung horizontal)
    Wenn der Wert nicht bekannt ist, ermitteln Sie diesen mit Hilfe von Google Earth, das können Sie kostenlos herunterladen.
    Beispieleingaben sind:
    • 0° = Süd
    • -90° = Ost
    • 90° = West
  • Also optimize azimuth (ebenfalls auch auch die Azimuth – Ausrichtung optimieren): Gute Option, wenn Sie zum Beispiel für eine Photovoltaik Flachdachanlage frei in der Ausrichtung sind.
  • Tracking options: (Optionen für Sonnennachführungssystem)
    Bei einem einachsigen Sonnennachführungssystem (solar tracking system) geben Sie entweder die feste Ausrichtung für die geneigte oder die vertikale Achse ein. Bei gewählter Option „Optimize“ (optimiere), wird Ihnen der optimale Einstellwinkel der starren Achse errechnet. Beim zweiachsig-nachgeführten Solarnachführsystem gibt es keine optimalen Winkel zu berechnen.
  • Output options (Ausgabeoptionen)
    Show graph(zeige Grafiken): Diese vom PVGIS ermittelten Werte können Sie als Ausgangsbasis für den Vergleich mit von Solarlog- und anderen Monitoring-Systemen verwenden.

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